> Durst! - Stoppt den Wasserraub!

Weltfriedensdienst e.V.

Workshop-Reihe an der Grundschule

Abschlussbericht von Mina Hagedorn, Lehrerin der Clara-Grunwald-Grundschule, zur Wander-Projekt-Woche für alle sechs 4/5/6-Klassen zum Thema Wasser

An der Clara gibt es jedes Jahr eine Wander-Projektwoche für alle jahrgangsgemischten 4/5/6-Klasssen, die immer sehr gut angenommen wird. An sechs Tagen findet kein oder wenig anderer Unterricht statt. Jeden Tag gehen die ca. 150 Schüler*innen im Klassenverband in einen anderen Klassenraum und werden da zu einem Themenschwerpunkt des Rahmenthemas unterrichtet.

Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal einen externen langjährigen Partner von uns eingeladen, um in einem Klassenraum zum Thema: virtuelles Wasser und Konsum zu unterrichten. Der Weltfriedensdienst entwickelte einen 4-stündigen Unterricht. Besonders wichtig war dem Weltfriedensdienst, dass die Kinder eigene Ideen entwickeln, wie sie im Bereich der Ressourcenschonung von virtuellem Wasser aktiv werden können.

Während Menschen in vielen Teilen der Welt mit sehr wenig Wasser auskommen müssen, importieren wir Obst und Gemüse sowie andere Produkte aus eben diesen Regionen nach Deutschland und befeuern somit die ohnehin schon ungerechte Ressourcenverteilung.

Mit dem Workshop „Wasser ist Leben“ sollen Schüler*innen für eine gerechtere Ressourcen- und Wasserverteilung weltweit sensibilisiert und dazu motiviert werden, sich aktiv einzusetzen. Im ersten Teil des Workshops wird gemeinsam mit den Schüler*innen ein allgemeiner Bezug zum Thema Wasser hergestellt und überlegt, wo man im Alltag mit Wasser in Berührung kommt. Gemeinsam wird erschlossen, dass Wasser in quasi allen Alltagsprodukten „versteckt“ ist und überlegt, was wir alles ohne Wasser nicht tun könnten.

Die Schüler*innen begeben sich in Kleingruppen auf eine „imaginäre Reise“ mit Arbeitsblättern nach Peru, Simbabwe und den Senegal oder bleiben in Deutschland. Im Zuge dieser Kleingruppenarbeit erfassen die Schüler*innen verschiedene Problematiken in Bezug auf die Wasserverteilung und lernen einige Partner*innenorganisationen des Weltfriedensdienst kennen.

So erfahren sie etwa warum der peruanische Regenwald besonders schützenswert ist und was Smartphones damit zu tun haben, oder wie Kleinbäuer*innen in Simbabwe trotz sehr wenig Wasser ökologische Landwirtschaft betreiben können. Gemeinsam werden danach Lösungsansätze besprochen und Ideen gesammelt.