Weltfriedensdienst e.V.

Weltwassertag 2014

Am 22.März wird der Weltwassertag 2014 begangen, der dieses Jahr unter dem Motto „Wasser und Energie“ steht. Für den Weltfriedensdienst zum einen Anlass, auf die kriminelle Energie aufmerksam zu machen, die nationale und multinationale Unternehmen aufbringen, um Wasserreserven unter ihre Kontrolle zu bringen. In wasserarmen Regionen wie dem Senegal trifft das den Lebensnerv der Menschen. Bei uns trifft die Privatisierung des Gemeingutes Wasser heute vor allem die sozial Schwachen, z.B. durch überhöhte Wasserpreise in Berlin. Morgen werden wir alle die Folgen nicht nachhaltiger Bewirtschaftung von Wasserreserven und Infrastruktur zu spüren bekommen.

Zum anderen wollen wir zeigen, was getan werden kann, um mehr als das nackte Überleben von 3 Milliarden Menschen zu sichern, die in wenigen Jahren von Wasserknappheit betroffen sein werden. Unsere Partner investieren viel und erfolgreich Energie, um diese Herausforderung anzugehen.

Der erste internationale „Tag des Wassers“ im Jahr 1993 geht auf einen Beschluss der UN-Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro zurück. Die VN forderten ihre Mitgliedsstaaten auf, an diesem Tag im März Aktionen durchzuführen, die die Bedeutung des Wassers für jede/n unterstreichen. Schließlich würden „alle sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten von der Versorgung mit Süßwasser und von dessen Qualität abhängen“. In der UN-Resolution heißt es weiter, der Schutz der Wasservorkommen sei nur durch entsprechendes Bewusstsein in der Bevölkerung zu erreichen. Dieser Gedanke ist naiv. Es wird ausgeblendet, dass sich die lokale Bevölkerung, der die Bedeutung des Wassers sehr wohl bewusst ist, vielerorts machtvollen und finanzkräftigen Akteuren ausgesetzt sieht, die es auf ihr Wasser abgesehen haben. Dazu gehört das internationale Agrobusiness genauso wie Bergbauunternehmen.

In Deutschland wird der Weltwassertag mit einer Reihe von Wohlfühl-Veranstaltungen rund ums Wasser begangen, Unternehmen der Wasserwirtschaft öffnen ihre Türen. Der Weltfriedensdienst und seine Partner weltweit nehmen dagegen den Tag zum Anlass, die Umsetzung der 1992 in Rio de Janeiro von 178 Staaten beschlossenen Agenda 21 zu fordern. Hier heißt es, „der Deckung der Grundbedürfnisse und dem Schutz der Ökosysteme“ gebühre „Vorrang bei der Erschließung und Nutzung der Wasserressourcen“. Und an anderer Stelle wird ein Ansatz gefordert, „der die volle Beteiligung der Bevölkerung einschließlich Frauen, Jugendlicher, eingeborener Bevölkerungsgruppen und örtlicher Gemeinschaften an der Festlegung der Wasserhaushaltspolitik und an der Entscheidungsfindung vorsieht“.

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