Weltfriedensdienst e.V.

Senegal

Ardo Sow kommt aus dem Senegal, sein Dorf liegt am gleichnamigen Fluss im Norden des Landes. Seit Generationen lebt seine Familie von ihrem Land und dem Wasser, das der Fluss bringt. Sein Vater hat das Land von seinen Eltern geerbt, ernährt damit seine Familie und wollte es seinen Kindern vererben. Heute baut hier der multinationale Konzern Sénéthanol Sonnenblumen für den Export an. Mit dem Zugang zu Land und Wasser hat die Familie von Ardo Sow über Nacht ihre Existenzgrundlage verloren.

Mit Versprechungen, Bestechungen und Gewalt als letztem Mittel vertreiben überall im Senegal Konzerne die Kleinbauern von ihrem Land. Dabei graben sie ihnen im Wortsinne das Wasser ab. Schon fast ein Fünftel des Ackerlands und wichtige Wasserreservoire befinden sich in Händen von Großunternehmen. Der lokalen Bevölkerung drohen Hunger und Armut.

Unter der Losung „Hände weg von meinem Land. Es ist mein Leben!“ organisiert er jetzt den Widerstand Tausender Kleinbauern gegen die industrielle Landwirtschaft. Dabei wird er von der Organisation ProNat unterstützt. Ob in der Landeshauptstadt Dakar oder vor Ort: Bei ihrem Kampf gegen die Ausplünderung der Region steht der Weltfriedensdienst an ihrer Seite.

Auf Feldschulen von ProNat tauschen die Bauern ihre Erfahrungen mit organischer Düngung und Schädlingsbekämpfung und auch zur Tröpfchenbewässerung aus. Sie lernen von den Erfolgen der anderen. Durch ständige Beobachtung und Diskussion eignen sie sich das traditionelle Wissen wieder an, das in den Jahrzehnten der industriellen Landwirtschaft verloren gegangen ist. So bekommt kleinbäuerliche Landwirtschaft wieder eine Chance!

Unterstützung ist nach wie vor bitter nötig. Mit Ihrer Spende an den Weltfriedensdienst ermöglichen Sie, dass auch in Zukunft die Menschen von den Früchten ihrer Arbeit leben können und nicht zu Empfängern von Nothilfe werden.

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