Weltfriedensdienst e.V.

SchülerInnen diskutieren und handeln: Wasserkonferenz 2030

Am 20. März fand am Melanchthon Gymnasium Berlin die Wasserkonferenz 2030 statt, welche den Abschluss einer fünfwöchigen Projektwoche der 8. Klassen darstellte. Die Projektwochen und die daraus entstandenen Projekte und Aktionen drehten sich rund um die Probleme und Lösungen von virtuellen Wasserverbrauch, dem Menschenrecht auf Wasser, Verschmutzung und Privatisierung von Wasser. Im Rahmen der Projektwochen besuchten Heloíza Maria de Jesús, Leiterin der Weltfriedensdienst-Partnerorganisation EMDAGR in Brasilien und zwei KollegInnen das Melanchthon Gymnasium.

Sie  diskutierten mit den SchülerInnen über die unterschiedlichen Wasser-Realitäten in Deutschland und Brasilien. Die SchülerInnen bereiteten ein Video-Interview vor und befragten die PartnerInnen zu ihrem Projekt: Vor 40 Jahren gab es in den brasilianischen Gemeinden keine Schulen, kein Strom, keine öffentlichen Verkehrsmittel oder Zugang zu Trinkwasser. Seitdem hat sich viel geändert und die Schüler lernten hautnah, wie z.B. der Zugang zu sauberem Trinkwasser die Lebensqualität in den Gemeinden und die die Einkommenssituation der Familien verbesserte und der Zusammenhalt stärker wurde. Heloíza stellte z.B. ihr einkommensstärkendes Nähprojekt vor und übergab bestickte Tischdecken aus Brasilien als kleine Geschenke.

Neue Erkenntnisse, Kreativität und Engagement der 8. Klassen

Die vorgestellten Ergebnisse und Projekte waren vielfältig: Ein Planspiel zum Menschenrecht auf Wasser, eine Wasser-Performance, Stop-Motion Filme zum Thema Wasserverschmutzung, ein spanischer Aqua-Song und vieles mehr. Die Klasse 8a präsentierte ihre Ergebnisse des Theater- und Wasserclip-Workshops des Weltfriedensdienst e.V. Das Theaterstück „Heidis Panne“ zum Thema virtueller Wasserverbrauch sowie der Film mit der Thematik Wasserverbrauch, Wasserknappheit und Konsumverhalten wurden von den MitschülerInnen mit Applaus und positiven Zurufen wie „Voll cool!“ gewürdigt.

Wir vom Weltfriedensdienst freuen uns über die Aktionen der Schülerinnen und Schüler, die mit Kreativität und Spaß die Ressource Wasser sowie darauf bezogene Herausforderungen und Handlungsoptionen erarbeitet haben. Dabei wurden neue Erkenntnisse gewonnen und der Blick für Wasserkonflikte geschärft. Bezüglich der globalen Wasserkrise wird auch in der Zukunft 2030 die Ressource Wasser eine wichtige Rolle spielen.

 „Der Kurzfilm mit Handy sendet eine überzeugende Botschaft zur Wasserproblematik und ist sehr ausdrucksstark. Dieses Ergebnis an nur einem Tag Workshoparbeit zu leisten, ist einzigartig. Gemeinsam im Namen unserer Schülerinnen und Schüler möchten wir uns von Herzen bei euch beiden bedanken. Es war eine so interessante und WASsERlebende Erfahrung.“
Lehrerin der 8. Klasse

 

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