Weltfriedensdienst e.V.

Plastik trinken  

Mikroplastik schwimmt nicht nur im Meer, sondern auch in unseren Körpern. Wir trinken mit jedem Schluck Wasser aus Plastikflaschen Mikroplastik-Partikel. Dies hat eine Studie der Recherche-Organisation Orb Media in Kooperation mit WissenschaftlerInnen der State University of New York in Fredonia bestätigt.

Ergebnisse der State University of New York

Die Forschungsgruppe untersuchte 259 Plastikflaschen aus neun verschiedenen Ländern von 11 führenden internationalen und nationalen Marken auf darin enthaltenes Mikroplastik. 93 Prozent der getesteten Flaschen zeigten Anzeichen von Mikroplastik. Die Mengen variierten dabei stark, teilweise sogar innerhalb der Marken. Durchschnittlich wurden 10 Plastikpartikel pro Liter, von denen jeder größer als die Breite eines menschlichen Haares ist, gefunden. Doch woher kommen diese Plastikpartikel? Die Ursache ist die Plastikflasche selbst. Eine Theorie ist, dass durch das Öffnen einer Flasche Mikroplastikpartikel des Verschlusses in das Wasser gelangen. Außerdem ist es, vor allem bei PET-Mehrwegflaschen, wahrscheinlich, dass auch Partikel der Flasche selbst das Wasser verunreinigen.
Plastikflaschen zu Lasten der Umwelt und jetzt auch der Gesundheit?

Weltweit werden pro Minute 1 Million Plastikflaschen gekauft. Ein Milliarden-Geschäft der Konzerne zu Lasten der Umwelt. Welche gesundheitlichen Auswirkungen der Konsum von Mikroplastik auf die Gesundheit der Menschen hat, ist noch weitgehend unerforscht. Laut Stiftung Warentest ist Leitungswasser jedoch oft qualitativ besser als Wasser aus Plastikflaschen, da es streng kontrolliert wird. Darüber hinaus ist es umweltfreundlicher, günstiger und in Anbetracht der aktuellen Studie  möglicherweise auch gesünder.

Leitungswasser nutzen, Plastikmüll reduzieren

25 Millionen Tonnen Plastik verschmutzen weltweit die Flüsse und Meere - pro Jahr. Durch die Nutzung von Leitungswasser anstatt Wasser aus Plastikflaschen kann eine große Menge an Plastikmüll reduziert werden. Aber auch andere Plastikverpackungen sollten verringert werden, sodass Europa im eigenen Plastik nicht erstickt. Der Weltfriedensdienst e.V. unterstützt daher auch die Petition „Hilfe, wir ersticken im Plastik: Die EU muss handeln!“ von Rettet den Regenwald e.V. Unterstützen auch Sie die Petition und setzen Sie sich für eine Plastik Reduzierung und Vermeidung in Europa ein.
Weitere Information zu Mikroplastik hier auf wasseraub.de und bei Rettet den Regenwald.

Verfasst von Tabea Brecht