Weltfriedensdienst e.V.

Offener Brief an UN Water

In ihrem Advocacy Guide World Water Day 2014 gibt die UNO dem privatwirtschaftliche Wassermanagement Vorrang. Wir dagegen unterstützen die Umsetzung der auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro  beschlossenen Agenda 21. Hier heißt es, „der Deckung der Grundbe-dürfnisse und dem Schutz der Ökosysteme“ gebührt „Vorrang bei der Erschließung und Nutzung der Wasserressourcen“.
In einem Brief an UN Water tragen wir gemeinsam mit unseren Partnern aus dem Senegal, Argentinien und vom Berliner Wassertisch unsere Bedenken dagegen vor, dass das Gemeingut Wasser immer mehr zur Handelsware wird, mit teilweise existenzbedrohenden Folgen für die Betroffenen.

Den vollständigen Brief an Chairman of UN-water Michel Jarrod finden sie in der rechten Spalte.

Dieser offene Brief basiert auf der Berliner Wassererklärung vom November 2013. Anlässlich seiner Jahrestagung hatten Ursula Reich für den Weltfriedensdienst, Natalia Sarpura für den Rat der indigenen Organisationen in Jujuy, Argentinien, Mariam Sow für ProNaturelle, Senegal und Dorothea Härlin für den Berliner Wassertisch gemeinsame Forderungen zum Umgang mit Wasser erhoben:
Das Menschenrecht auf Wasser ist weltweit durch Wasserraub bedroht: Gesetzlich abgesichert oder illegal gerät ein vormals öffentliches Gut unter die Kontrolle machtvoller Akteure.

Die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche und damit zusammenhängende Regierungspolitik verursachen weltweit die Verknappung, Verteuerung und Vergiftung von Wasserressourcen. Verschärfend wirken der Klimawandel und die Konsummuster der Wohlhabenden, die wasserintensive Produkte bevorzugen, jedoch von den Folgen des Wassermangels kaum betroffen sind. Existenzbedrohend ist der Wasserraub vor allem für die Armen.

Die vollständige Berliner Erklärung finden Sie in der rechten Spalte

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