Weltfriedensdienst e.V.

Not dauerhaft überwinden

Wenn die Älteren in Chimanimani erzählen, klingt es wie ein Märchen. Dass es früher Wasser in Fülle gab, die Quellen aus den Bergen sprudelten. Selbst das heute ausgetrocknete Flachland war dicht bewaldet, überall konnte man Früchte pflücken, die Flüsse waren reich an Fischen, es gab eine Fülle an Wildtieren und keinen Mangel an Nahrungsmitteln. So erzählen sie.

„Heute sind die Regenfälle ungewiss“, berichtet Julious Piti, der sich seit vielen Jahren für einen Ressourcen schonenden Anbau in der Region einsetzt.  „Die Aussaat wird zum Glücksspiel. Regnet es nicht genug am Anfang der Regenzeit, vertrocknet die Saat. Wenn wir sicherheitshalber später säen, kann es passieren, dass die Trockenzeit beginnt, bevor das Getreide reif ist, dann fallen die Erträge mager aus. Wenigstens können in schlimmen Jahren die Bauern vom Verkauf ihrer Ziegen, Hühner oder Rinder leben.“

Reihen sich jedoch zu vieler solcher Jahre aneinander, können sich die Tierbestände nicht erholen. Dann müssen die Bauern aufgeben und sich eine andere Arbeit suchen – schwierig bei einer Arbeitslosigkeit von über 90 Prozent im Land. Oder sie entwickeln …

…Strategien zur Anpassung an den Klimawandel

Wie beispielsweise das Dorf Mabasa. Früher mussten die Frauen mehr als zwei Kilometer laufen, um an Trinkwasser zu kommen. Besonders in der Trockenzeit gab es nicht immer ausreichend Wasser.

Dann bauten die BewohnerInnen des Dorfes mit Unterstützung des Weltfriedensdienst und einer lokalen Kleinbauernorganisation eine Wasserzisterne. Diese liegt in den Bergen und speichert  Wasser aus einer Quelle. Über einfache Schläuche versorgt sie 60 Familien mit Wasser. Damit das Wasser nicht versiegt, stecken die Männer und Frauen gemeinschaftlich viel Arbeit in den Schutz der Quelle. Baumpflanzungen und Einhegungen schützen nun das Gebiet und sorgen dafür, dass Regenwasser nicht mehr ungenutzt  den Berg herabfließt. Jeder Tropfen kann von Pflanzen und Erdreich aufgenommen werden und so die Quelle speisen. > mehr dazu

Mittlerweile haben die Menschen von Mabasa noch weitere Quellen erschlossen. Ihr Lebensstandard hat sich dadurch sehr verbessert. Sie können ihre Haushalte mit Trinkwasser versorgen und zusätzlich gemeinsam bewirtschaftete Gärten bewässern.