Weltfriedensdienst e.V.

EU-Parlament gegen Zerstörung des Regenwaldes

Das EU-Parlament fordert mit einer Mehrheit von 640 Stimmen in einen Bericht des Umweltausschusses  unter anderem ein schrittweises Verbot von Palmöl aus gerodeten Regenwaldgebieten in Bio-Sprit bis 2020.
Der Gesamtverbrauch der Europäischen Union an Palmöl entspricht etwa eine Million Hektar tropischen Landes, weltweit sind es 27 Millionen Hektar Land – eine Fläche so groß wie Neuseeland.
46% des importierten Palmöls landet dabei in Biokraftstoffen. Bei diesem Versuch Kraftstoffe nachhaltiger zu gestalten wird der Klimawandel in fataler Weise vorangetrieben, denn aus Palmöl produzierter Treibstoff ist dreimal so klimaschädlich wie konventioneller Kraftstoff.
Erschwerend dazu kommt, dass für die Produktion eines Liter Biokraftstoff 3500 Liter Wasser verwendet werden.

„Ein wichtiges politisches Signal“

Wasserverschwendung, Regenwaldrodung und eine Verschlimmerung des Klimawandels, die Bilanz des Palmöl-Biokraftstoffes ist katastrophal. Umso wichtiger, dass sich nun auch PolitikerInnen trauen sich gegen die falsche Verspechen der Palmöl-Lobby zu stellen und aktiv zu werden.
Helge Swars vom Weltfriedensdienst und Agrarwissenschaftler sagt dazu: "Der Beschluss des Europäischen Parlaments ist ein wichtiges politisches Signal: Wir können auch hierzulande etwas tun, um die Zerstörung des Regenwaldes weniger profitabel zu gestalten. Jetzt müssen die Europäischen Kommission und die Regierungen der Mitgliedsländer handeln!"
Mehr dazu können Sie in unseren Hintergrundbericht zum Thema Palmöl lesen. Wenn Sie aktiv werden möchten, können Sie eine Petition des „Rettet den Regenwald e.V.“ unterschreiben oder hier die Arbeit von Wasserraub.de finanziell unterstützen.