Weltfriedensdienst e.V.

Die Erde trocknet aus

Der blaue Planet muss sich auf eine Wasserkrise einstellen. Es bedarf einer globalen Anstrengung dieser zu begegnen.
Schon im Jahr 2030 wird fast die Hälfte der Weltbevölkerung in Regionen leben, die kaum Zugang zu Trinkwasser haben, so der World Water Report der Vereinten Nationen. Daher birgt die Lebensgrundlage Wasser unausweichlich Potenzial für die Entstehung von Konflikten. Probleme wie die Zunahme von Wasserraub, verunreinigtes Trinkwasser oder ausgetrocknete Äcker sind bereits existierende Warnsignale.
Es ist unabdingbar, dass die internationale Gemeinschaft Prognosen darüber erstellt, welche Regionen des Planeten in Zukunft am stärksten beeinträchtigt sein werden. Eine aktuelle Studie des World Resources Institute macht deutlich, dass insbesondere die MENA-Region sowie West-Asien unter extremem Wassermangel leiden werden. Auf einem unrühmlichen zweiten Platz folgen das südliche Afrika, die Westküste Lateinamerikas, der Mittelmeerraum, die USA und Mexiko, Zentralasien, Indonesien und Australien.

Eine Prognose des weltweiten Wassermangels ermöglicht es, dessen schwerwiegendsten Folgen zuvorzukommen. Die Studie legt nahe, dass Entscheidungsträger ihr Wasser- und Landmanagement verbessern und nachhaltig mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen. Dafür muss es mehr internationale Zusammenarbeit über regionalen Wasserkonzepten, gerechteren Landverteilungen und bewusstem regionalem Investment jenseits der profitorientierten Wertschöpfungskette in den bedrohten Ländern geben.
Doch auch Unternehmen stehen in der Verantwortung: „Corporate Social Responsibility“ beschreibt die Bereitschaft von Unternehmen, freiwillig ihren Beitrag für ein nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften zu leisten. Neben Regierungen und Unternehmen muss auch die Zivilgesellschaft Verantwortung übernehmen. Zum einen beeinflusst unser alltäglicher Konsum die globalen Wasserverhältnisse; Jeder von uns hinterlässt einen Wasserfußabdruck. Zum anderen kann unser zivilgesellschaftliches Engagement Politik und Wirtschaft zum Umdenken bewegen. Voraussetzung dafür ist jedoch die Erkenntnis, dass der bereits bestehende Wassermangel nur durch einen gemeinsamen Einsatz überwunden werden kann.

Bastian Voss, Weltfriedensdienst e.V.