Weltfriedensdienst e.V.

Deutschland Wassertisch

Wasserraub ist global, der Widerstand dagegen muss es auch werden!

Die Privatisierung des Gemeinguts Wasser ist auch in Deutschland ein Thema mit Sprengkraft.

Einer Initiative aus Kolumbien folgend, hatte sich der Berliner Wassertisch gegründet, um die Privatisierung des Hauptstadt-Wassers rückgängig zu machen. Im Jahr 2011 initiierte die Bürgerinitiative ein Volksbegehren zur Rekommunalisierung des Wassers… und erhielt die nötige Zustimmung! Dieser Sieg ist Ermutigung für alle, die sich weltweit gegen die Privatisierung des Wassers engagieren. Der Preis allerdings ist hoch: Der Senat muss für den Rückkauf die Anteile von Veolia und RWE hohe Entschädigungen zahlen. Veolia investierte als globaler Player etwa auch in Nairobi, was dort zeitweise zur Sperrung öffentlicher Wasserhähne führte. Zwar ist die Privatisierung inzwischen rückgängig gemacht worden. Die kenianische Regierung muss jedoch das Unternehmen für den Verdienstausfall auszahlen und die Weltbankkrediten tilgen, die Veolia aufgenommen hatte. Diese Mittel fehlen für die Armutsminderung.

In seiner Eigenschaft als bundesdeutsche Nichtregierungsorganisation mit Kontakten zu Partnern in vielen Teilen der Welt trägt der Weltfriedensdienst zum Austausch von Erfahrungen bei. Unsere Südpartner können für ihren Widerstand gegen Wasserraub vom Berliner Wassertisch lernen und auch die Berliner Initiative profitiert von den Erfahrungen unserer Südpartner. Im Ergebnis eines Treffens zwischen ProNat/Senegal, COAJ/Argentinien und dem Berliner Wassertisch ist die > Berliner Erklärung zum Recht auf Wasser entstanden.

< zurück zu DURST!