Weltfriedensdienst e.V.

COAJ: ”Stoppt den Wasserraub”

Das Menschenrecht auf Wasser und die indigenen Völker von Jujuy

Anlässlich des Weltwassertages am 22.März führte der Partner des Weltfriedensdienst e.V., COAJ, eine Woche zum Thema “Das Recht auf Wasser und die indigenen Völker” durch. Dabei wurde die Öffentlichkeit dafür sensibilisiert, dass Wassermangel und schlechte Wasserqualität zunehmend das Menschenrecht auf Wasser der indigenen Gemeinden bedrohen. Besonders der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein großes Problem, das vor allem durch mangelnde Wasseraufbereitung und die Verschmutzung von Flüssen verursacht wird.

Während auf der einen Seite das Wasser durch die großen extraktiven Industrien zur Profitsteigerung genutzt wird, verlieren auf der anderen Seite die in der Region lebenden Menschen den Zugang zum Wasser. Zum einen zeigten die Veranstaltungen der Themenwoche die Folgen des Wasserraubs auf das materielle Leben der indigenen Gemeinden auf. Zum anderen ging es um die Folgen für die Spiritualität und Identität der Gemeinden. Denn das Wasser hat eine besondere Stellung in der indigenen Kosmovision und wird als eigenständiges Lebewesen wahrgenommen. Die Verteidigung des Menschenrechts auf Wasser ist daher ein zentrales Thema im Kampf von COAJ und den indigenen Gemeinden.

Das Wasser gehört allen und niemandem

„Für die indigenen Völker ist das Wasser ein lebendiges Wesen, das den Menschen und dem Universum Leben gibt. Mit dem Wasser sprechen wir, wir behandeln es mit Zärtlichkeit, wir ziehen es groß wie ein Kind. Es wird  nicht misshandelt, es wird nicht verschwendet, es wird respektiert.“

 

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