Weltfriedensdienst e.V.

Am Weltwassertag wurde Berlin Blue Community!

Die Blue Community Berlin, initiiert vom Berliner Wassertisch, Forum Umwelt und Entwicklung, dem Weltfriedensdienst e.V. und verschiedenen weiteren Organisationen der Zivilgesellschaft, setzt sich seit März 2017 aktiv dafür ein, dass Berlins Wasser als öffentliches Gut und nicht als Handelsware verstanden wird. Mit Erfolg: Am 22.03.2018 gab es  nun die endgültige Zustimmung durch den Senat.

Blue Community wurde 2011 durch den „Council of Canadians“ und ihrer Vorsitzenden Maude Barlow, eine bedeutende Wasseraktivistin, ins Leben gerufen. Ziel ist die globale sowie lokale Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser, das 2010 von den Vereinten Nationen anerkannt wurde. Die ersten deutschen Städte, die dem als Blue Communities entgegenwirken waren München und Marburg.

Was bedeutet es für Berlin eine Blue Community zu sein?

1. Wasser und sanitäre Grundversorgung als Menschenrecht werden anerkannt und umgesetzt.

2. Wasserdienstleistungen werden von öffentlicher Hand betreut und demokratisch verwaltet.

3. Berlins Leitungswasser wird gefördert um den Konsum von Flaschenwasser zu verringern.

4. Die Qualität des Trinkwassers, sowie von Berlins Flüssen und Seen wird gesichert.

5. In Internationale Partnerschaften sollen die oben genannten Prinzipien mit einbezogen werden.

Die ersten Erfolge lassen sich sehen

Der geplante flächendeckende Bau von Trinkwasserbrunnen und öffentlichen Toiletten soll einen Beitrag zu Berlins Nachhaltigkeit leisten. Darüber hinaus soll durch Bildungsarbeit das Bewusstsein zu Wasser als Menschenrecht gestärkt werden. Der Weltfriedensdienst e.V. hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass der (virtuelle) Wasserfußabdruck Berlins bei internationalen Partnerschaften Beachtung findet, z.B. in den Vergaberichtlinien des Landes.

Die Südperspektive muss mitgedacht werden

Vor allem Länder der Nordhalbkugel beeinflussen durch ihren Konsum von virtuelle Wasser Wasserressourcen in den Ländern des Globalen Südens maßgeblich. Im Hintergrund der globalen Wasserkrise leiden Millionen von Menschen unter dem Mangel am Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Klimawandel verschärft die soziale und ökologische Ungerechtigkeit noch weiter.
Wir erhoffen uns, dass durch eine Blue Community-Hauptstadt der deutsche Wasserverbrauch und dessen weltweiten Auswirkungen vermehrt diskutiert werden und dabei den Ländern des Globalen Südens eine Stimme gegeben wird.

Als Vorbild hat Berlin das Potenzial weitere Städte zu motivieren als Blue Community globale Verantwortung zu tragen.