Weltfriedensdienst e.V.

Alternatives Weltwasserforum 2018 – Vorkonferenz in Deutschland

Vom 17. bis 22. März 2018 findet das internationale Alternative Weltwasserforum FAMA 2018, initiiert von mehreren Nichtregierungsorganisationen in Brasilien, statt. Es beabsichtigt eine Gegenbewegung und Perspektivergänzung zum Weltwasserforum des Weltwasserrats, in Unterstützung zahlreicher  internationaler Organisationen und Konzerne.

Der europäische und deutsche Wasserfußabdruck

An das Alternative Weltwasserforum angelehnt wurde am 7. März eine Vorkonferenz in Berlin ins Leben gerufen. Zusammen mit Umwelt- und Entwicklungsorganisationen wurde das Thema Wasser und die damit verbundenen lokal sowie global relevanten Möglichkeiten und Herausforderungen diskutiert. Ein Forschungsteam der TU Berlin beleuchtete den europäischen und deutschen Wasserfußabdruck. Dabei wurde insbesondere der Blick darauf geworfen, wie die EU und Deutschland durch den Import von virtuellem Wasser den Globalen Süden mit Wasserstress belasten. Augenmerk wurde auf den hinterlassenen Wasserfußabdruck in brasilianischen Regionen gelegt. Brasilien als Gastgeberland der beiden Weltwasserforen hat nicht selten mit Wasserknappheit zu kämpfen. Oftmals tragen dafür Regenwaldzerstörungen und virtuelle Wasserexporte die Verantwortung.

Der nationale und internationale Kampf um das Recht auf Wasser

Zudem gaben verschiedene Organisationen nicht nur Einblicke zu den Themen virtuelles Wasser, Kampf gegen Privatisierung und das Recht auf Wasser, sondern zeigten auch Lösungsinitiativen auf. Stefanie Hess vom Weltfriedensdienst machte auf die globale Perspektive der Ressource Wasser aufmerksam. Ziel war es das Bewusstsein für den Zusammenhang der Lebensweise im Globalen Norden mit der beunruhigenden Wasserrealität im Globalen Süden zu stärken. Zur Veranschaulichung trugen Wasserkonflikte und Lösungsansätze der Südpartner des Weltfriedensdienst e.V. bei, unter anderem von Enda Pronat aus dem Senegal und Tsuro aus Simbabwe.

Ein guter Start

Die Berliner Vorkonferenz war ein erfolgreicher, von Austausch geprägter Einstieg in das Alternative Weltwasserforum 2018 in Brasilien. Als Stimme der Menschen bietet das baldige Wasserforum Raum, Perspektiven und Herausforderungen ins Gespräch zu bringen, die meist keine Beachtung finden.  Wir freuen uns schon auf eine Agenda, die sich kritisch mit dem Schutz von Wasserquellen, Privatisierung sowie Wasserkraft und Staudämmen auseinandersetzt.

Weitere Berichte über die Vorkonferenz wurden von der Allianz der öffentliche Wasserwirtschaft zusammengestellt.